Gegen die Einsamkeit

Gegen die Einsamkeit

Einsamkeit kann jeden befallen: Jung und Alt, Mann und Frau, Arm und Reich. Und wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz – zu diesem Ergebnis kommen zahlreichen wissenschaftliche Studien. Sie alle sagen: Einsamkeit ist deutlich gefährlicher als andere Krankheiten – sie ist die Todesursache Nummer eins in den westlichen Gesellschaften. Einsamkeit ist tödlich – und eine schlechte Paarbeziehung auch!

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer: Einsamkeit. Die unerkannte Krankheit

Wie können isolierte oder sich einsam fühlende Menschen ihr Problem angehen?

Man könnte meinen, dass die Lösung dieses Problems einfach ist, aber sie werden feststellen, dass der Verweis auf Treffpunkte, Vereine, Clubs, öffentliche Mehrgenerationshäuser oder private Einladungen wenig hilft, um einer Person das tief empfundene Gefühl, einsam zu sein, zu nehmen.

Manfred Spitzer: Einsamkeit. Die unerkannte Krankheit.

Auch wenn es nach den genannten Studien so aussieht, als könne man bei Einsamkeit nichts weiter tun, als sich einer bestimmten Form von Psychotherapie zu unterziehen, so liegen die Dinge bei etwas weiter gerichtetem Blick auf die Literatur glücklicherweise anders.

Manfred Spitzer: Einsamkeit. Die unerkannte Krankheit.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer nennt in seinem zuvor genanntem Buch zu den allseits bekannten Vorschlägen (Vermehrung von Kontaktmöglichkeiten, Soziale Unterstützung, Training von sozialen Fähigkeiten, Kognitive Verhaltenstherapie zum Erlernen neuer Gedanken) Möglichkeiten, der zunehmenden Einsamkeit in unserer Gesellschaft und deren heftigen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden entgegen zu wirken. Er geht dabei von der allgemein gültigen Prämisse aus, dass wir Menschen Gemeinschaftswesen sind. Er ermutigt, zuweilen verschüttete kulturelle Praktiken wieder zum Leben zu erwecken:

  • Geben
  • Helfen, aus dem Herzen und nicht, weil man muss oder genötigt wird
  • Musizieren
  • Singen
  • Tanzen
  • Aufenthalt in der Natur
  • Waldbaden

Alle Handlungen, die uns einander näherbringend, wirken gegen Einsamkeit. Einem Bedürftigen etwas geben, helfen, sich koordiniert bewegen und zugleich gemeinsam Wohlklang erzeugen sind solche Handlungen. Einsamkeit ist daher kein Schicksal, weder für den Einzelnen noch für unsere Gesellschaft.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer: Einsamkeit. Die unerkannte Krankheit

Nichts ist gesünder im Sinne der Verlängerung des eigenen Lebens als die aktive Teilnahme an der Gemeinschaft mit anderen Menschen. (…) Gemeinschaft macht Spaß, ausgestoßen sein, tut weh.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer: Einsamkeit. Die unerkannte Krankheit

Wir reden über Geben und Helfen.

Wir musizieren, singen und tanzen.

Wann: n.V.

Wo: n.V.

Treffpunkt ist der Zugang zur neuen großen Strandtreppe in Wenningstedt

Dauer: ca. 2 Std.