Das Leben ist zu kurz, um es mit Unstimmigkeiten, Missverständnissen oder Unwahrheiten zu belasten. Lass mich helfen, der bedrohten Beziehung eine zweite Chance zu geben.

Ass. jur. Jörg Ridder

Werner ist siebzig, seine Partnerin, mit der er seit 2 ½ Jahren eine Beziehung fùhrt, 66. Ich traf Werner und Elke, als ich auf der Brüstung mit Blick auf den Strand und die Sonne, die in einer Stunde untergehen würde, saß. Werner und Elke waren mir aufgefallen, als Werner den kurzen Kontakt mit einem Ehepaar mit Hund, die auf dem Rückweg vom Strand ihm entgegenkamen, suchte und Elke diese Kontaktaufnahme in leidender Stimmung kommentierte. Ich wandte mich an beide mit dem Angebot, ihnen für eine Stunde zuzuhören. Ich hörte zu, fasste zusammen und stellte Fragen. Elke war bereit, auf meine Frage, welche Zeit ihr besser gefiele, die Zeit des Alleinlebens, nach ihrer Scheidung und bevor sie Werner kennenlernte, oder die Zeit ihrer Partnerschaft mit Werner, den Versuch einer Antwort ohne wenn und aber, ohne es kommt drauf an, mit nur einem Wort zu beantworten. Die eindeutige Antwort war ihr aber noch nicht möglich. Sie finde die geteilte Zeit schön, leide aber unter dem Stress, den sie in ihrer Beziehung zu Werner erlitt. Werner erinnerte mich in seinem Auftritt an mein altes Verhalten: ironisch, verletzlich, kontaktfreundlich. Elke litt, ich konnte ihren Frust verstehen. Es schien so, dass beide ihre leidenden Beziehung auch in den nächsten Jahren fortführen oder aber vielleicht doch beenden würden, so aber, dass zumindest einer der beiden leiden würde. Ich fragte mich, welchen Rat ich aus den hundert Büchern, die ich in den letzten sieben Jahren nach der Trennung von meiner Frau gelesen hatte, an die Zwei weitergeben könnte. Auffällig war Werners Flucht aus der Realität durch Ironie, Übertreibung und Suche nach Gehör im Außen und Elkes Hilflosigkeit und ihr resignierter Umgang mit ihrer Beziehung zu Werner. Ich lud beide ein, in der einen Woche ihres Urlaubs auf jede Verfremdung zu verzichten und die Wahrheit zu üben. Und vielleicht könnten sie diesen wunderbaren Abend nach ihrer heutigen Anreise mit einer warmen Decke, einer Kleinigkeit zu essen, einer vollen Flasche Wein zu zweit kuschelig warm in einem der vielen leeren Strandkörbe, die zu ihren Füßen aufgebaut wären, genießen. Dieser eine Abend ist einmalig, und das Leben zu kurz….

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